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Familienfeiern: Eine andere Art Herausforderung

Familienfeiern: Eine andere Art Herausforderung

Runder Geburtstag, Konfirmation, Erstkommunion, Taufe: Familientreffen kennen viele Anlässe. Einige entfernte Familienmitglieder hat man mitunter Jahre nicht gesehen. Man freut sich und bringt Neues in Erfahrung. Leider verstehen sich nicht alle Verwandten immer gut und so kann eine Feier auch ganz schnell kippen.

Familienfehden

Es sind manchmal Zerwürfnisse, die oft schon Generationen zurückliegen. Die Thematik kann die derzeitigen Streithähne schon gar nicht mehr betreffen. Es handelt sich nicht selten um Erbstreitigkeiten; um enttäuschte Familienmitglieder, die sich hintergangen fühlen. Manchmal geht es auch um Liebesangelegenheiten, wenn etwa eine Schwester der anderen den Mann ausgespannt hat. Es handelt sich um Scham, wenn ein Angehöriger eine Krankheit (meist psychischer Natur) hat; man möchte es vor den anderen einfach nur vertuschen. Dann sorgen da noch die Kinder ab und an für Trouble, wenn sie während der Feierlichkeiten gelangweilt auf ihre Handys starren oder mit naseweisen Sprüchen die Oma verärgern. Die Tante fällt mit ihrem übermäßigem Alkoholkonsum aus dem Rahmen und wer sich nicht hinter vorgehaltener Hand über sie brüskiert, belächelt die arme Frau.

Alkohol als Zündstoff

Während beim gemeinsamen Kirchgang noch alle ganz artig ihre Rollen spielten, fallen die Masken nach und nach. Torte und Kaffee hat man bereits hinter sich gelassen und während der Nachwuchs allerlei Spannendes ausheckt, stoßen die Erwachsenen auf ihr aller Wohl an. Nach dem einen oder anderen Glas kann man bereits einige schiefe Zwischentöne vernehmen, die oft nichts Gutes verheißen. Einige Familienmitglieder versuchen sich als Schiedsrichter und sorgen durch gekonnte Themenwechsel für Entspannung. Dieses Meisterstück gelingt jedoch nicht immer. Mit dem fortschreitenden Abend steigt auch der Promillewert bei den Gästen und die Schiedsrichter zeigen die ersten roten Karten.

Wenn die Fetzen fliegen…

… und die tapferen Vermittler enttäuscht einsehen müssen, dass ihr cleveres Vorgehen nicht mehr fruchtet, ist es oft am klügsten, sich freundlich von den anwesenden Gästen zu verabschieden und nach Hause zu gehen. Wenn man allerdings selbst der Gastgeber ist, wird es schwierig. Schließlich kann man nicht die eigene Feier einfach so verlassen. Hier braucht es etwas Fingerspitzengefühl, um angeheiterten Angehörigen ihr Fehlverhalten klar zu machen. In den meisten Fällen macht das auch gar keinen Sinn mehr. So bleibt einem oft nur, die Streithähne freundlich aber bestimmt darauf hinzuweisen, dass sie das Taxi vor der Tür sicher nach Hause bringen wird. Das kommt wahrscheinlich nicht gut an und wird auf der nächsten Familienfeier bestimmt zum Thema gemacht werden. Dennoch kann man so vielleicht noch die eine oder andere entspannte Stunde auf der Feier genießen.

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